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Kinderbett mit Rausfallschutz

Toben, konzentrieren, spielen, still sitzen, lernen, all diese Aktivitäten sind für Kinder aufregend und anstrengend. Ein ruhiger, erholsamer Schlaf ist daher für Kinder ausgesprochen wichtig. Experten bestätigen, dass der Schlaf Erholung und Ausgleich bietet, und hilft die Reize des Tages zu verarbeiten. So unterstützt ein erholsamer Schlaf bei der Hirnentwicklung des Kindes.

Egal, ob die Kleinen bisher mit im Familienbett schlafen, im Beistellbettchen oder im eigenen Babybett mit Gitterstäben nächtigen, Familien müssen sich immer wieder Gedanken um einen dem Alter entsprechenden Schlafplatz für den Nachwuchs machen.

Was ist ein Kinderbett mit Rausfallschutz?

Ein Kinderbett mit Rausfallschutz ist ein Bett, welches der Größe des Kindes entspricht. Die Seitenteile sind grundsätzlich flach, sodass das Kind bequem ein- und aussteigen kann. Dennoch sind sie so hoch, dass es beim Schlafen nicht hinausfallen kann. Dabei gibt es zwei wesentliche unterschiedliche Designs. In der einen Variante ist das Seitenteil in der Mitte flach und an den Übergängen zu Kopf-und Fußteil erhöht. Die zweite Variante hat den Ausstieg in Richtung Fußseite.

Manche Kinderbetten mit Rausfallschutz haben diesen auf die Seitenteile des Bettes aufgesteckt oder angeschraubt, sodass er abgebaut werden kann, wenn er später nicht mehr benötigt wird.

Warum ist ein altersgemäßes Kinderbett sinnvoll?

Einige Kinder fühlen sich nach dem Umstieg vom Babybettchen in ein richtig großes Bett, wie es Erwachsene haben, direkt wohl, viele fühlen sich aber nach einer solch großen Umstellung im riesigen Bett ein wenig verloren. Für Kinder, die sensibel auf Veränderungen reagieren, kann ein Juniorbett in einer Zwischengröße sinnvoll sein, es gibt aber auch mitwachsende Bettgestelle, bei denen nur die Matratze ausgetauscht werden muss.

Häufig bedeutet der Umzug in ein neues Bett für Kinder auch den Start in einen neuen Lebensabschnitt. Manchmal hört man von den Kleinen auch Sätze wie: „Ich möchte nicht mehr in meinem Bett schlafen, das ist ja noch für Babys.“

Warum sollte das Kind nicht bei den Eltern im Bett schlafen?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn Kinder mit im elterlichen Bett schlafen, solange sich alle Beteiligten dabei wohlfühlen. Gerade, wenn die Kleinen nachts noch regelmäßig gestillt werden, kann ein gemeinsames Bett für Mutter und Kind sogar noch erholsamer sein als ein eigenes Kinderbett. Spätestens wenn die Kinder größer werden, sollte ein eigenes Bett her. Ein eigenes Kinderbett bietet dem Kind einen nächtlichen Rückzugsort, indem es ungestört schlafen kann.

Für manche Eltern kann es zu einer enormen Belastung in der Partnerschaft werden, wenn die traute Zweisamkeit fehlt. Wenn der nächtliche Schlaf nicht mehr erholsam ist, weil ein kleiner Störenfried jede Nacht quer im Bett liegt, kann dies zu einer Belastungsprobe für die familiäre Beziehung werden.

Es gibt zwar auch eine Reihe an Vorurteilen wie

  • Kinder sind drohen im elterlichen Bett unter schweren Decken zu ersticken oder erdrückt zu werden.
  • Kinder, die im elterlichen Bett schlafen, werden zu sehr verwöhnt.
  • Kinder, die im elterlichen Bett schlafen, werden nicht zur Selbstständigkeit erzogen.
  • Kinder, die im elterlichen Bett schlafen, können nie wo anders ohne ihre Eltern übernachten.

Nach einschlägigen Untersuchungen sind solche Vorurteile in der Welt der Ammenmärchen anzusiedeln. Die einzige Einschränkung ist, wenn ein Elternteil Medikamente, Alkohol oder Drogen zu sich genommen hat. In diesem Fall ist die unbewusste nächtliche Wahrnehmung meist so weit reduziert, dass eine mögliche Gefährdung des Kindes im Schlaf nicht erkannt werden kann. Dies gilt auch für Schlafmittel. In solchen Situationen sollte das Kind immer in einem eigenen Kinderbett untergebracht werden.

Größere Kinder sollten ebenfalls nicht gemeinsam mit einem kleinen Säugling in einem Bett schlafen. Auch größere Kinder haben nachts noch nicht das ausgeprägte Gespür dafür, ob sie vielleicht auf dem Säugling liegen. Für diesen kann es dann gefährlich werden kann.

Grundsätzlich spricht nur wenig dagegen, dass Kinder mit im elterlichen Bett schlafen, wenn sich alle wohl dabei fühlen.

Die Praxis zeigt, dass die meisten Kinder im Alter von 1-2 Jahren Ansprüche auf ein eigenes Bett stellen, oder sich die Duldung der Eltern dem Ende neigt.

Warum ist ein Kinderbett mit Rausfallschutz sinnvoll?

Kleinkinder werden gegenüber Babys mobiler und fangen an ihre Umwelt zu erkunden. Schnell werden Babybettchen aus Kinderaugen zum Gefängnis, dessen Mauern sie versuchen zu überwinden. Manche Kinder klettern auch über die Seitenwände eines Gitterbettes, obwohl die Schlupfsprossen entfernt sind und die Ausstiegsöffnung offen ist. Klettern die Kinder auf oder über die Seitenwände des Kinderbettes, besteht die Gefahr, dass sie beim Übersteigen der Seitenwände abstürzen und sich verletzen. So werden die hohen Seitenteile schnell zur Gefahr. Ein flaches Junior- oder Kinderbett mit Rausfallschutz ist in der Regel niedriger gebaut und damit ungefährlicher.

Aber auch der geringe Stababstand bei Gitterbettchen kann für ein Kleinkind zur Herausforderung werden. Dort wo noch Wochen zuvor Hände und Füße problemlos durch das Gitter gesteckt werden konnten, bleibt es plötzlich hängen, weil Knöchel oder Handgelenke weitergewachsen sind. Bei einem der Altersstufe entsprechenden Kinderbett sind diese Abstände an die Größe des Kindes angepasst, sodass ein solches Hängenbleiben nicht mehr möglich ist.

Da Kinder sehr viel träumen, ist der Schlaf entsprechend bewegt und unruhig. Meist schlafen die Kinder bis zum Umzug in ein Kinder- oder Juniorbett in Betten mit festen Seitenteilen oder Gittern. Daher muss das Kind erst mit der Zeit lernen, auch im Schlaf die Bettkante zu erkennen und bei seinen nächtlichen Bewegungen zu berücksichtigen. Aus diesem Grund ist sinnvoll, ein Kinderbett mit Rausfallschutz zu nutzen, um das Kind vor einem Sturz im Schlaf aus dem Bett zu bewahren.

Für welche Altersstufen ist ein Kinderbett mit Rausfallschutz empfehlenswert?

Meist ziehen Kleinkinder im 1-2 Lebensjahr in ein Kinderbett um. Bis dahin schlafen sie oft in Babybettchen, die sich mit einem höhenverstellbaren Lattenrost und Schlupfsprossen bis zu einem gewissen Alter anpassen lassen.

Spätestens, wenn die Kinder anfangen über die Gitterstäbe eines Babybettes zu klettern, sollten sie ein eigenes Kinderbett bekommen. Auch Kinder, die mit im Familienbett schlafen, sollten die Möglichkeit bekommen, sich in ihr eigenes Bett zurückzuziehen.

Wesentliche Unterscheidungsmerkmale von Kinderbetten

Für Kinderbetten sind sehr viele unterschiedlicher Bauformen erhältlich. Bei normalen Kinderbetten ist die Schlaffläche in niedriger Höhe über dem Boden. Halbhohe Betten bieten viel Stauraum oder Platz für eine Höhle unter dem Bett. Hochbetten haben unter der Liegefläche meist ausreichend Platz für beispielsweise einen Schreibtisch. Etagenbetten bieten auf kleinem Raum eine Lösung für 2 Kinder. Je nach Hersteller gibt es auch viele Misch- und Sonderformen. Zu Beispiel kann ein halbhohes Bett quer unter ein Hochbett montiert werden. Manche Hersteller statten ihre Kinderbetten auch mit Sonderzubehör aus. Rutschen und Klettertürme sind für Hochbetten im Kinderzimmer häufig zu finden, aber auch Torwände- oder Ritterburgvorhänge an halbhohen Betten.

Je höher ein Kinderbett gebaut ist, desto mehr Bedeutung kommt einem Rausfallschutz zu. Dort wo sich die Schlaffläche nur wenig über dem Boden befindet, besteht keine größere Gefahr. Bei einem halbhohen Bett kann ein niedriger Rausfallschutz ausreichend sein. Bei Hoch- oder Etagenbetten ist er zwingend erforderlich. Wenn das Kinderbett sehr hoch ist, kann zusätzlich zum Rausfallschutz auch ein Zelt oder ein Netz als Absturzsicherung angebaut werden.

Kinderbetten gibt es in verschiedenen Größen, die sich meist an den gängigen Matratzengrößen orientieren. Gängige Matratzengrößen sind (jeweils Breite x Länge):

Die Qualität eines Kinderbettes zeigt sich meist im verwendeten Material. Die meisten Kinderbetten bestehen aus Holz. Vollholz ist wesentlich robuster und haltbarer als furnierte MDF/Spanplatte, was sich aber auch im Preis widerspiegelt.

Worauf sollte man beim Kauf eines Kinderbettes mit Rausfallschutz achten?

Bei der Anschaffung von einem Kinderbett mit Rausfallschutz sollte auf paar Punkte geachtet werden, damit es seinen Zweck auch erfüllen kann und der Nachwuchs mit viel Freude in seinem neuem Bett schläft.

Nachhaltige und kontrollierte Werkstoffe

Der überwiegende Teil an Kinderbetten ist aus Massivholz oder MDF/Spanplatte. Im Interesse der Umwelt sollte man darauf achten, dass das Holz aus einem für Nachhaltigkeit zertifizierten Holzanbau kommt. Die ist an einem FSC-Prüfzeichen zu erkennen. Es sollte ebenfalls frei von Schadstoffen, wie Insektiziden sein.

Farben und Lacke sollten genauso wie allen anderen Werkstoffe, die für das Bett verwendet werden, umweltverträglich, ungiftig und speichelfest sein.

Kindgerechte Verarbeitung

Zu einer kindgerechten Verarbeitung gehört, dass die Sicherheit des Kindes gewährleistet ist. Das Bett sollte keine scharfen Ecken oder Kanten haben, an denen sich das Kind verletzen könnte. Die Abstände zwischen Stäben, Leisten und anderen festen Bauteilen sollten so gestaltet sein, dass ein Hindurchstecken und Hängenbleiben des Kopfes ausgeschlossen ist. Ist das Bett mit einem Himmel, Tunnel oder Zelt ausgestattet, darf es keine losen Schnüre geben.

Das Bett muss zum Kind passen

Zu einem kindgerechten Bett gehört auch, dass das Bett weder zu groß noch zu klein für das Kind ist. Auch die Gewichtsklasse des Bettes, der Matratze und des Lattenrostes sollte zum Gewicht des Kindes passen. Bei Kinderbetten kommt es zwar noch nicht so stark auf den Lattenrost an, da sehr viel über eine gute Matratze kompensiert werden kann, doch zu weich darf das Lattenrost nicht sein.

Auch die Höhe des Kinderbettes stellt einen wesentlichen Faktor dar. Das Kind sollte ohne Schwierigkeiten zügig in das Bett und auch wieder heraus kommen. Gerade halbhohe und hohe Betten bereiten dabei oft Schwierigkeiten.

Kinderbetten werden auf Zuwachs gekauft. Dabei stellt sich die Frage: „Wie lange passt mein Kind in welches Kinderbett?“.

Grob kann man sagen, dass das Bett mindestens 30 cm länger sein sollte als das Kind groß ist. Damit stößt das Kind nicht an Kopf- oder Fußende an und kann bequem liegen. Im Zweifel sollte man auf die nächsthöhere Größe ausweichen.

Gängige Größe

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Bett eine gängige Größe hat. Bei Bedarf lassen sich Matratzen und Bezüge in Standardmaßen verwenden. Bei Sondermaßen ist man oft an einen Hersteller gebunden oder muss auf teure Sondergrößen zurückgreifen.

Das Design

Das Design spielt eine große Rolle dabei, ob ein Kinderbett dem Nachwuchs gefällt oder nicht. Man sollte man immer berücksichtigen, ob ein ausgefallenes Design auch in ein oder zwei Jahren noch als ansprechend empfunden wird. Wird ein mitwachsendes Bett oder sogar schon ein großes Kinderbett mit Rausfallschutz gekauft, sollte beim Kauf bewusst sein, dass die aktuellen Kindergartenhelden nicht zwingend die Helden der Schulzeit sein werden. Ein Rennwagenbett oder ein Prinzessinnenschloss zum Schlafen mag zwar kurzfristig einen hohen Spielwert habe, kann aber auch schnell langweilig werden. Hier gilt es genau abzuwägen und auch die Zukunft im Blick zu halten.

 

Umbaufähigkeit und Erweiterbarkeit

Viele Hersteller von Kinderbetten bieten ganze Serien an, die sich nicht nur auf Kinderbetten erstrecken. Dank Nachkaufgarantien lassen sich so Babyzimmer über Juniorzimmer hin zu Jugendzimmern wandeln, indem zur Altersstufe passende Ergänzungsmöbel erworben werden. Manche Betten lassen sich dank Erweiterungen vom flachen Juniorbett zum Hochbett mit Rutsche wandeln, um später zur Jugendliege mit Sofafunktion zu werden. Es lohnt sich, diese Erweiterungsmöglichkeiten zu prüfen.

Der wichtigste Faktor beim Kauf eines Kinderbettes

Sicher gibt es eine immer eine Reihe an Kompromissen, die beim Kauf eines Kinderbettes berücksichtigt werden müssen, aber der wichtigste Faktor ist, dass das neue Bett dem Kind gefällt. Kinder sind bei einer solchen Entscheidung sehr kritisch. Gefällt das Bett nicht, fällt es dem Kind schwer es zu akzeptieren.

Aber auch wenn das neue Bett gefällt, werden viele Kinder einige Zeit brauchen, sich daran zu gewöhnen, in ihrem neuen Kinderbett zu schlafen.